Die Kirche in Leimsfeld Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 26. März 2010 um 20:31 Uhr

Eine architektonische Komposition aus Tradition und Moderne

Die Architektur der evangelischen Kirche in Leimsfeld spiegelt in besonderer Weise die Menschen des Dorfes, in deren Mitte sie steht: Traditionell und modern zugleich.
Leimsfeld ist ein kleines Dorf mit 630 EinwohnerInnen, am Rande der Schwalm bei Schwalmstadt im Schwalm-Eder-Kreis, Hessen. Urkundlich erwähnt wurde Leimsfeld zum ersten Mal in einer Urkunde von Papst Celestinus III. an das Chorherrenstift Spieskappel vom 26. Januar 1197 unter dem Namen "Luminesvelt".

Bis zur Reformation gehörte Leimsfeld zum Kloster Kappel und war katholisch. Nach der Reformation wurde Leimsfeld evangelisch reformiert und dem Kirchspiel Niedergrenzebach als selbstständige Kirchengemeinde angeschlossen.

kirche leimsfeld in alten ansichten

Die alte Kirche wurde um 1300 im gotischen Stil erbaut. Sie hatte kleine spitzbogige Fenster und einen kleinen Dachreiter als Glockenturm. Bis 1952 erinnerte an diese erste Leimsfelder Kirche noch eine Nische in der Ostwand zur Aufnahme eines kleinen Heiligenstandbildes und ein Schrank mit zwei Türen und gotischen Beschlägen.
Im 30jährigen Krieg hatte die Kirche sehr gelitten und wurde daher 1786 erneuert. Das Gebäude bekam größere Fenster und einen Glockenturm.
Der Platz um die Kirche war mit einer hohen Mauer umgeben und diente bis 1864 als Friedhof.

In der Kirche saßen, wie in allen Schwälmer Dörfern üblich, Frauen und Männer getrennt nach Ledigen, Verheirateten und Trauernden. Die Frauen saßen unten und die Männer oben auf der Empore.

1970/71 wurde die alte Kirche bis auf den Glockenturm abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Kirche war erneut baufällig und außerdem zu klein geworden. Von der Inneneinrichtung erinnert heute nur die Kanzel an die alte Kirche.

kirche leimsfeld kirche leimsfeld kirche leimsfeld

Im Glockenturm hängen drei Glocken aus den Jahren 1951, 1956 und 1994.  kirche leimsfeld
Die beiden alten Glocken erlitten das übliche Schicksal der Kirchenglocken im Zweiten Weltkrieg: sie wurden eingeschmolzen und für die Kriegsmaschinerie missbraucht.


kirche leimsfeld

Der Maler und Graphiker Otto Wulk aus Haffkrug/Ostsee schuf in Keramiktechnik das Wandkreuz hinter dem Altar. Es stellt den Vers 12 aus Psalm 84 dar: "Gott der Herr ist Sonne und Schild".
Die Sonne steht als Symbol für das Licht, das mit Jesus Christus in die Welt gekommen ist und der Schild als Symbol des Schutzes, den die Gemeinschaft der Menschen in der Kirche Jesu Christi erfährt.

 

kirche leimsfeld

Die erste Orgel von 1877 stammte von dem Orgelbauer Roth aus Ziegenhain und war eigentlich eine Wanderorgel. 1978 wurde die heutige Orgel durch den Orgelbaumeister Bruno Döring aus Neukirchen eingebaut.

(Texte aus: Leimsfeld 1197-1997, von Friedrich Fenner und Heinz Effenberger, Frielendorf 1997)

kirche leimsfeld

 

Das Altartuch in Schwälmer Weißstickerei mit verschiedenen christlichen Motiven fertigte und stiftete die Frauenhilfe.

Kirche Leimsfeld

 

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