Gruß geschrieben!


In diesem Lächeln liegt mehr Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfarrer   
Freitag, den 04. Juli 2014 um 19:10 Uhr

In diesem Lächeln liegt mehr

Liebe Christen,

es gibt eine Frage im Gespräch mit Hochzeits- oder Jubelpaaren, auf die ich fast immer ein doppeltes Lächeln als Antwort bekomme: „Wie habt Ihr Euch kennengelernt?“

Es ist ein einmaliges Schmunzeln, dass nur bei dieser Frage auftaucht und sich alsbald unter Worten wieder versteckt.

Es verbindet das Paar, ohne dass ihm das bewusst wäre. Denn beide schauen ja im Gespräch mich an.

Was sich hinter diesem Lächeln, dass ja nun kein Sich-Anlächeln ist, verbirgt? Es ist vielleicht ein Ausdruck eines wunderbaren Anfangs, der Jahrzehnte überbrückt und zusammenhält. Vielleicht auch Stolz, schließlich muss sich jede Partnerschaft gegenüber Familie und Freundeskreis behaupten. Und womöglich auch ein bisschen Scham, denn jeder schmachtende Augenblick und jeder Kuss und jeder Liebesbrief ist gewagt und hat etwas Grenzüberschreitendes.

Das muss ja alles der Pfarrer gar nicht wissen. Denn dafür gibt es dieses Lächeln, womit eigentlich alles gesagt ist.

Was ich mich nun aber noch frage: Würden auch Paare, die sich getrennt haben, angesichts der Frage nach ihrem Kennenlernen so schmunzeln? Und würden vielleicht sogar Menschen, die mal verliebt waren, aber nie ein Paar geworden sind, so von Herzen lächeln können? Wer weiß?

Doch wo aus Verborgenem ein Geborgensein wird, gibt es etwas zu entdecken, das man mit Worten nicht entblößen kann …

 

Ihr :-)

Hans-Gerrit Auel

 
Eine Frühlingsverwandlung - aber nicht nur im Frühling Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 08. April 2014 um 19:04 Uhr

Eine Frühlingsverwandlung - aber nicht nur im Frühling!

Liebe Christen,

wenn sie gefallen sind, die Blätter, dann liegen sie. Liegen platt auf dem Boden, auf dem Rasen, der im Spätherbst nicht mehr wachsen will. Vielleicht noch ein Sturm, der die Blätter verweht. Doch dann liegen sie und bleiben liegen.

Dann kannst du zum Rechen greifen und sie wegnehmen; und nach außen hat alles seine Ordnung.

Es ist wie ein Bild dafür, wie wir mit unseren Traurigkeiten und unserer eigenen Hinfälligkeit im Leben umgehen. Wir machen uns große Mühe, sie wegzustecken. So wie eine Beruhigungsspritze bei Beerdigungen die tiefen Gefühle der Trauer vernebelt. Schade!

Blätter den Winter über liegen zu lassen, zeigt dir über viele Monate, dass Schmerz und Trauer nicht zu übergehen sind. Sie liegen vor dir und bleiben liegen.

Aber dann! Irgendwann im Frühling, wenn die Vögel zwitschern und die Bienen summen, dann passiert etwas Wunderbares. Die wachsenden Grashalme heben die Blätter an. Sie ernähren sich von ihnen und bekommen Kraft für Wachstum und Blüte.

Es ist so, als würde das im Herbst schwere Blatt nun voller Leichtigkeit angehoben und schweben, bis es von den Halmen durchlöchert wird.

Und das ist wie ein Bild dafür, wie wir mit unserer eigenen Hinfälligkeit und unseren Traurigkeiten auch umgehen könnten: zulassen, abwarten, hoffen. Irgendwann werden sie leicht und schweben und werden zur Nahrung für deine großen Zeiten.

Es ist ein österlich-tröstliches Bild: Dein Leid ist Nahrung für deine Freude.


Frohe Ostern wünscht

Euer Pfarrer

Hans-Gerrit Auel

 

Jesus sagt: Ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.

(Johannes 16,20b)

 
Wunschlos glücklich?! Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfarrer   
Mittwoch, den 12. Februar 2014 um 18:14 Uhr

Wunschlos glücklich?!

Liebe Christen,

ich habe neben der Bibel ein anderes dickes Buch stehen. Und in dem Buch steht, wie man verheiratet und zugleich Papst sein kann. Zudem war diese Person interessanterweise zuvor Kaiser. Und sie war eine Frau.

Papst Ilsebill hatte einen scheinbar bescheidenen und geduldigen Angler zum Mann, der mit einem Fisch über seine Eheprobleme ins Gespräch gekommen ist. Hier zeigt sich, dass der Fischer Angst vor Weiterentwicklung hat, während Ilsebill offen ist für Neues. Solche Konstellationen gibt es in vielen Partnerschaften. Hinzu kommt, dass der Fischer, wie es eben bei manchen Männern ist, (von sich aus) nichts zu sagen hat. Formeln und Floskeln, gutgemeintes Gehabe. Er erfüllt zwar alle ihre Wünsche. Aber auf Dauer ist so etwas sehr langweilig.

Bei den immer größer werdenden Wünschen zeigt sich dann, dass die beiden nicht mehr auf Augenhöhe kommunizieren. Sie auf dem Thron und er als Diener. Das (Un-)Wetter drückt den Groll, die zurückgehaltene Wut aus.

Der Weg des Anglers zum Butt ist immer ein stundenlanger Weg weg von der Frau des Lebens. Das hinterher die Welt anders aussieht, ist eigentlich kein Wunder.

Als Papst will Ilsebill sein wie der liebe Gott. Das wollen viele. Und die Fastenzeit wird wieder in uns die Nachfolge des Vorbilds Jesus wecken. Doch Jesus ist nicht nur Vorbild, sondern auch Erlöser.

Wer Jesus nachfolgen will, wer wie der liebe Gott sein will, der fange unten an. Das ist die eine Pointe des Märchens vom Fischer und seiner Frau: Sie landen in der armen Fischerhütte. Dort, bei den Armen und Kleinen, wird Gott sein.

Die andere Pointe: Du kannst von vorne anfangen, im Leben, in der Ehe, mit dir selbst. Wer wie der liebe Gott sein will, der lässt ihn walten und fängt durch ihn und mit ihm von vorne an.

Euer Pfarrer Hans-Gerrit Auel

 
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